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Halle-Neustadt

Im September 1963 beschloss die DDR-Führung den Aufbau einer „Sozialistischen Stadt der Chemiearbeiter“, um Wohnraum für die Arbeiter in den Chemiebetrieben der Buna- und Leuna-Werke zu schafen. Links der Saale, neben der Altstadt Halles, wuchs unter Chefarchitekt Richard Paulick in Rekordzeit eine Großstadt heran. 1990 lag die Einwohnerzahl Ha-Neus bei über 93.000. Nach der Wende hat sich die Einwohnerzahl Ha-Neus wegen des demografischen Wandels und des Wegfalls der Industrie-Arbeitsplätze mehr als halbiert. Seit Jahren läuft ein ambitioniertes Programm zum Umbau und zur Sanierung der Wohnungen.

"Halle-Neustadt kann als Irrweg funktionalen Bauens betrachtet werden. Auf der einen Seite eine bedeutende Tradition moderner Architektur (Konstruktivismus – Lissitzky, Bauhaus – Gropius, Funktionalismus – Le Corbusier etc.), die Form und Funktion von Gebäuden in einen – idealen – Einklang bringen wollte. Auf der anderen Seite das Stigma von sogenannten Arbeiterschließfächern, die nur als Zwischenlager für Menschenmaterial dienen" (Daniel Herrmann). [Ein lesenwerte architekturgeschichtliche Betrachtung von Hermann findet sich hier >>>]

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